Streifzug mit der App DB Ausflug
Durch den Müritz-Nationalpark zum Bolter Kanal

Den größten Nationalpark auf dem deutschen Festland finden Sie in der Mecklenburgischen Seenplatte, am Ostufer der Müritz: den Müritz-Nationalpark.

Klaus Steindorf-Sabath ©
Klaus Steindorf-Sabath ©

Der Müritz-Nationalpark ist zu mehr als 70 Prozent von Wald bedeckt, dazwischen liegen über 100 Seen, dunkle Moore und Feuchtwiesen. Weil hier zu DDR-Zeiten hochrangige Politiker auf die Jagd gingen und das Militär Truppenübungen durchführte, war der Zutritt den übrigen Bürgern verboten. Gut für die Natur: Kranich und Fischotter, See- und Fischadler, Biber und Rohrdommel sowie viele weitere Arten erhielten damit geschützte Räume zum Leben und Brüten. Kurz vor dem offiziellen Ende der DDR wurde das Gebiet in weiser Voraussicht zum Nationalpark ernannt.

Von Waren an der Müritz führt eine schmale Straße mit begleitendem Rad- und Wanderweg in den Nationalpark hinein, auf der ausschließlich Linienbusse fahren dürfen. So kommen Sie von der Haltestelle "Waren, Sparkasse", nur einen Kilometer vom Bahnhof Waren (Müritz) entfernt, bequem zum Ausgangspunkt ihrer Tour und wieder zurück.
Alternativ fahren vom Anleger Bolter Kanal Fahrgastschiffe zurück nach Waren (Müritz). Wenn Sie früh starten, können Sie an der Nationalparkinformation in Federow aussteigen und erst mit dem nächsten Bus weiterfahren. Über eine Kamera haben Sie Einblick in den nahen Fischadlerhorst, dazu erfahren Sie mehr über die Reiseroute der beeindruckenden Zugvögel.

Christian Drühl ©
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In Speck werfen Sie einen Blick auf - und vielleicht in - die kleine Dorfkirche, bevor Sie den nahen Käflingsbergturm erklimmen. Nach 167 Stufen bietet sich Ihnen ein weiter Ausblick über die Wälder und Seen des Nationalparks. Anschließend laufen Sie am Ufer des Priesterbäker Sees entlang, ein uriges Gebiet. Kormoran, Graureiher, Haubentaucher, Fischadler und viele ihrer Kumpane finden ihre Nahrung am Ufer oder unter Wasser. Sie durchqueren den Boeker Forst, einen Kiefern- und Mischwald, der teilweise auf Binnendünen wuchert. Am Wildgehege entlang kommen Sie schließlich nach Boek, wie Speck ein ehemaliges Gutsdorf. Neben der 1847 errichteten Kirche aus Backstein lohnt sich ein Stopp im Restaurant "Auszeit" bei regionalen Fleisch- und Wildgerichten und hausgemachtem Kuchen. Das Gutshaus wird zurzeit umgebaut.

Christian Drühl ©
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Nun folgt ein Abschnitt in der Nähe des Müritzufers, der einige schöne Ausblicke verspricht. Vom Ferienpark Müritzparadies mit eigenem Badestrand können Sie auch einen Abstecher zu den Fischteichen machen, wo Karpfen und Störe ihre Runden ziehen. Atmen Sie noch einmal die würzige Waldluft ein, bevor Nationalparkbus und Regional-Express Sie zurück nach Hause bringen.

Anreise

Hinfahrt: alle 2 Stunden mit RE 5, am Wochenendez.B. um 8.28 Uhr ab Berlin Hbf
Rückfahrt: z.B. 19.34 Uhr ab Waren (Müritz)
Fahrzeit: ca. 1 Stunde 50 Minuten

Reiseauskunft

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