Streifzug des Monats:
Die Reformation und ihre Folgen


Umbruch, Aufbruch, Glaubenskriege – unternehmen Sie eine Zeitreise im RE 6

Kloster Stift Heiligengrabe.

Gut ausgerüstet für Ihre Spurensuche sind Sie mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket oder dem VBB-Abo 65plus. Wenn Sie morgens, zum Beispiel um 10.22 Uhr in Berlin-Spandau, in den RE 6 steigen, sind Sie mit diesen Tickets ganz flexibel und können dort aussteigen, wo es Ihnen am besten gefällt. Sämtliche der vorgestellten Orte werden Sie an einem Tag nicht besuchen können – wählen Sie einfach die für Sie interessantesten aus, oder kommen Sie wieder.
In der St. Nikolai-Kirche von Kremmen gibt Ihnen die Poster-Ausstellung „here I stand“ täglich einen guten Überblick über den Verlauf der Reformation sowie darüber, was eigentlich das Neue an Luthers Ideen war und wie sie sich so schnell verbreiten konnten. Der Eintritt ist kostenfrei, jeden Sonntag ab 15 Uhr kann zudem bei Kaffee und Kuchen die Sakristei besichtigt werden. Am 21. Mai, 17 Uhr, wird in der Kirche das musikalische Theaterstück „Play Luther“ über Leben und Werk Martin Luthers aufgeführt (Eintritt:10 Euro). Besuchen Sie donnerstags bis sonntags auch die Künstler und Handwerker im historischen Scheunenviertel, und stärken Sie sich auf dem Weg zum Bahnhof mit Frischem vom Spargelhof Kremmen.

Papst trifft auf Monster

Die „Bösen Seiten der Reformation“ eröffnen sich Ihnen im rund drei Kilometer vom Bahnhof Wustrau-Radensleben entfernten Brandenburg-Preußen Museum. Unter der Woche können Sie den ORP-Bus 777 ab Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor nehmen. Mittwochs fährt auch das Fahrgastschiff von Neuruppin nach Wustrau und zurück. So oder so, der Abstecher lohnt sich: Die Sonderschau zeigt kostbare Stücke aus Brandenburg und dem Hildesheimer Dommuseum sowie seltene Einblattdrucke aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin, die Sie sonst kaum je zu sehen bekommen. Erst die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern Mitte des 15. Jahrhunderts ermöglichte es den Kirchenkritikern, mit Flugblättern direkt das einfache Volk zu erreichen. Da die wenigsten lesen konnten, druckte man drastische Bilder: mal reiten Papst und Kardinäle auf einem Schwein, mal frisst der Teufel die „Pfaffen“.
Der Niedergang der einst so mächtigen Klöster durch die neue Glaubenslehre wird in Neuruppin offenkundig: Das vom als Heiliger und Wundertäter verehrten Pater Wichmann 1246 gegründete Dominikanerkloster wurde 1541 aufgelöst. Allein die Klosterkirche ist heute als evangelische Pfarrkirche St. Trinitatis erhalten. Auf einer Stadtführung am 13. und 27. Mai, jeweils um 10.45 Uhr, spazieren Sie zu Kirche, Schinkel-Denkmal, Tempelgarten und der spätgotischen Siechenhauskapelle aus dem 15. Jahrhundert (Preis: 5 Euro). Oder Sie wagen sich am 12. Mai um 20 Uhr auf die „ Pater-Wichmann-Nachtwanderung“, hören mehr über den Klostergründer und genießen den Blick vom Turm der Klosterkirche (Preis: 10 Euro). Der RE 6 bringt Sie dann auch um 22.30 Uhr noch zurück nach Berlin.

Krieg und streitbare Nonnen

In Wittstock/ Dosse schließlich erfahren Sie mehr über die kriegerischen Auseinandersetzungen in Folge der Kirchenspaltung. Das Museum des Dreißigjährigen Krieges in der Alten Bischofsburg – europaweit das einzige seiner Art – informiert anschaulich über den Machtkampf zwischen protestantischen Landesfürsten und katholischen Kaiserlichen, der in den Jahren 1618 bis 1648 ganze Landstriche verwüstete. Auf der Aussichtsplattform am Scharfenberg bei Wittstock/ Dosse können Sie eine der größten und verlustreichsten Feldschlachten des Krieges nachvollziehen, die hier 1636 ausgetragen wurde. Wieder mit der Vergangenheit versöhnen wird Sie das Kloster Stift zum Heiligengrabe, das Sie in rund 15 Minuten Fußweg vom Bahnhof Heiligengrabe erreichen. Diese Anlage überstand Reformation, Kriege und alle weiteren Herausforderungen nahezu unbeschadet – nicht zuletzt dank der streitbaren Zisterzienserinnen, die sich unbeirrt der Ausbildung von Töchtern der Prignitzer Edelleute widmeten und eine Auflösung ihres Klosters zu verhindern wussten. Mehr über die Geschichte vermitteln 18 Stellen auf dem Gelände, oder Sie nehmen an der Klosterführung teil, dienstags bis sonntags jeweils um 14 Uhr. Auch eine kleine Wanderung auf dem Pilgerweg „Annenpfad“ bietet sich an. Haben Sie nach Herzenslust Kloster, Kirchen, Museen und charmante Orte erkundet, bringt Sie der RE 6 am Abend wieder zurück nach Berlin. Sie werden viel zu erzählen haben!

Beantworten Sie folgende Frage und gewinnen Sie!

In welchem Jahr wurde das Dominikanerkloster in Neuruppin gegründet?

1. Preis: Stadtführung in Kremmen für 5 Personen am 31.5., 10.45 Uhr, 5 Eintrittskarten für das Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau, dazu den Begleitband „Luther und die Folgen“ zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2017 sowie ein Brandenburg-Berlin-Ticket und die Themenkarte „Spuren der Reformation“.

2. Preis: Stadtführung in Kremmen für 5 Personen am 31.5., 10.45 Uhr, 5 Kombitickets für die Museen Alte Bischofsburg und Aussichtsplattform 1636 in Wittstock/Dosse sowie ein Brandenburg-Berlin-Ticket und die Themenkarte „Spuren der Reformation“.

3. Preis: Stadtführung in Kremmen für 5 Personen am 31.5., 10.45 Uhr, sowie ein Brandenburg-Berlin-Ticket und die Themenkarte „Spuren der Reformation“.

Schicken Sie uns Ihre Lösung mit Angabe Ihres Wunsch-Preises per Postkarte bis zum 4. Mai 2017 (Poststempel) an:

punkt 3 Verlag GmbH, Streifzug des Monats, Panoramastraße 1, 10178 Berlin

Eine Barauszahlung und eine Übertragung des Gewinns ist nicht möglich. Ihre personenbezogenen Daten werden von der DB Regio AG ausschließlich für die Abwicklung des Gewinnspiels erhoben, verarbeitet und genutzt. Es ist nur ein Gewinn pro Person möglich. Der Rechtsweg sowie Einsendungen, die Dienstleister für ihre Kunden vornehmen, sind ausgeschlossen.