Bremen maritim
Torfkahn, Piratenschiff oder Containerfrachter - es gibt viel zu erleben...
Seit mehr als 1.200 Jahren bestimmen Geschichte und Tradition das Leben in der Freien Hansestadt Bremen. Geprägt von der Hansezeit und der Seefahrertradition mit ihrem Kolonialhandel, veränderte sich die Stadt immer aufs Neue. Doch nach wie vor spielt der Handel über die Weser eine entscheidende Rolle. Trotz harter Konkurrenz hat Bremen seine Stellung unter den Nordseehäfen behaupten können. Die Häfen der Stadt sind längst kein Ort für Seefahrtsromantik mehr, sondern hochspezialisierte und modernste Arbeitsplätze einer maritimen High-Tech-Wirtschaft. Für "Sehleute" attraktiv: Der Neustädter Hafen in Bremen mit seinem regen Schiffsbetrieb und in Bremerhaven: der Container-Terminal, Autoport mit der größten Autoumschlagsanlage Europas und die Columbus-Kaje, einst Auswandererhafen, heute Treffpunkt der internationalen Kreuzfahrtflotte mit der Welt schönsten Passagierschiffen.
Mit Bremens neu entdeckter Lebensader, der Weser und der neugestalteten Weserpromenade Schlachte, bietet die Stadt ihren Gästen und Einwohnern ein neues Flair direkt am Wasser. Historische und moderne Schiffe säumen das Ufer mit vielfältiger Gastronomie und Sommergärten, mit freiem Blick auf die Weser. Anschließend lädt die breite Uferpromenade zum Bummeln ein. Das gastronomische Angebot ist vielfältig: vom leckeren Menü, einem kleinen Imbiss oder Eisbecher, einem guten Wein oder einem frisch gezapften Bier bis zum interessanten Cocktail... Etwa 2.000 Sitzplätze stehen den Gästen während der Sommersaison in den Bier- und Sommergärten an der Schlachte zur Verfügung im Sommer ist der Ausschank draußen sogar bis Mitternacht erlaubt.
Am Martinianleger an der Schlachte geht es auf große oder kleine Fahrt: Im Sommer schippern die Fahrgastschiffe täglich weserauf- oder weserabwärts. Von hier aus geht es zum Beispiel zur Weser- und Hafenrundfahrt, auf Frühstücks- oder Candlelightfahrt, an Bord zur "Kohl und Pinkel"-Tour auf dem Wasser oder zur Weser-Bord-Party.
In Vegesack, dem Zentrum des Bremer Nordens, werden die maritimen Traditionen des Stadtteils besonders gepflegt. Mit hübschen Kapitänshäusern und dem Hafenquartier, mit maritimen Festen und dem Angebot an Charterfahrten auf Weser und Lesum bis zu Kreuzfahrten nach Helgoland, bietet es dem Besucher eine abwechslungsreiche Erlebniswelt. Bei einem Abstecher zum Vegesacker Hafenfest gibt es ein maritimes Spektakel vor einer eindruckvollen Kulisse zu erleben. Jedes Jahr Anfang Juni wird für drei Tage gefeiert. Zu entdecken gibt es unter anderem auch das Schulschiff Deutschland, das Polizeischiff Bremen 9 und viele andere Schiffe und Segler in einem attraktiven Rahmenprogramm.
Leinen los für starke Songs heißt es im August beim Festival Maritim. Es präsentiert Sea-Songs und Shanties aus aller Welt bei einem Musikereignis zwischen Kunst, Kultur und Kuriosem im Bremer Norden. Bands aus Deutschland und der ganzen Welt sowie regionale Shanty-Chöre verwandeln den Bremer Stadtteil Vegesack an der Weser drei Tage lang in eine maritime Open-Air-Bühne.
Wer es gemütlich liebt, chartert sich den Torfkahn "Jan von Moor" und erlebt einen geselligen Ausflug mit Freunden durch den Norden und Nordosten Bremens. Entlang einem Jahrhunderte alten Weg durch unwegsame Moor- und Feuchtgebiete und bei geruhsamer Fahrt einfach mal die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen.
Für "Sehleute" attraktiv: Bremerhaven, die maritime Seite Bremens mit dem Schaufenster Fischereihafen und dem Zoo am Meer.