Müritzeum: Eintauchen in das Haus der 1.000 Seen

Deutschlands wasserreichste Landschaft in einer völlig neuen Dimension: Die Müritz, größter Binnensee Deutschlands, und die zahlreichen weiteren Seen öffnen im "Haus der 1000 Seen" das Tor zu ihrem glitzernden und faszinieren-den Reich.

Zuwachs im Aquarium – Das Müritzeum zeigt Flundern

Seit einigen Wochen wird die Artenvielfalt durch acht Flundern bereichert. Aber gehören Flundern denn überhaupt in das Müritzeum? Sind das nicht Salzwasserfische? Flundern kommen bekanntermaßen recht häufig in den Küstenregionen der Ostsee und der Nordsee vor. Weniger bekannt ist jedoch, dass sie gelegentlich über die größeren Flüsse weit in das Süßwasser aufsteigen. In der Elbe schwimmen sie beispielsweise bis hinter Magdeburg. In einigen Seen, welche sich nahe der Ostsee befinden und mit ihr in Verbindung stehen, sind Flundern ebenfalls regelmäßig zu finden. Daher wird die Flunder sowohl zu den Meeresfischen als auch zu den Süßwasserfischen gezählt. In einem separaten Becken mit niedrigem Wasserstand können diese besonderen Tiere hautnah hinter der Sichtscheibe bestaunt oder manchmal auch gesucht werden. Denn nicht immer zeigen sich die „Platten“ in ihrer ganzen Pracht. Häufig graben sie sich blitzschnell in den Kiesboden ein. Mit etwas Geduld bei der Suche sind dann nur noch die Augen über dem Kiesboden zu entdecken. Um für ein besseres Wohlbefinden der Tiere und somit für eine dauerhafte Haltung zu sorgen, wurde das Wasser in dem Becken leicht aufgesalzen, so wie es für die Küstenbereiche der Ostsee typisch ist. Plattfische, zu denen die Flunder zählt, tragen ihren Namen zu Recht. Ihr ovaler, ja fast scheibenförmiger Körper ist extrem abgeflacht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fischarten schwimmen sie nicht aufrecht. Zur schnellen Fortbewegung gleiten sie wie eine Frisbeescheibe durch das Wasser. Die Augen, eine weitere Besonderheit, befinden sich beide auf einer Körperseite. Dieses ist notwendig, da die Fische einseitig, wie ein Teller, auf dem Sandboden liegen.

Gebäude von außen

Das Müritzeum ist ein Haus der Superlative. Das Haus der 1000 Seen mit einer einmaligen Form und Fassade liegt direkt im idyllischen Herrensee. Im Mittel-punkt unserer Ausstellung steht Deutschlands größtes Aquarium für einheimi-sche Süßwasserfische. Damit wird ein Lebensraum erkundet, der für die meisten im Verborgenen liegt: die bezaubernde Unterwasserwelt. Das Müritzeum ist ei-nes der wenigen Aquarien weltweit, das sich ausschließlich diesen Fischen wid-met. Die Themenräume des Müritzeums veranschaulichen die Natur oberhalb der Wasserlinie – vom Moor, über den Wald bis zum Luftraum und der Vogelwelt. Außerdem im Angebot: eine Zeitreise von der Eiszeit bis hin zur aktuellen Situa-tion in der Müritzregion. Im Multivisionsraum geht es auf einen Streifzug durch Geschichte, Landschaft und zu den Menschen. Die Leinwand dieses Erlebniski-nos ist nicht durchgängig, sondern besteht aus vier unterschiedlich großen Teilen für eine besonders lebendige Darstellung.
Im Haus der Sammlungen werden Einblicke in die Geschichte des Müritzeums, aber auch in die aktuelle wissenschaftliche Arbeit gewährt. Die umfangreiche Bibliothek und vor allem die Naturhistorischen Landessammlungen mit über 280.000 Belegen sind ein ganz besonderer Schatz. Einige der beeindruckends-ten und außergewöhnlichsten dieser Belege sind in der Ausstellung zu bewun-dern. Ein Erlebnisgarten mit großem Abenteuerspielplatz, Sonderausstellungen sowie vielfältige Veranstaltungen vervollständigen das Angebot.

Hecht

In der Müritz-Region gibt es jede Menge zu entdecken. Im Teerschwelergehöft Sparow lebt beispielsweise das alte Waldgewerbe fort, das zu bestimmten Zeiten im Jahr live bewundert werden kann. Ähnlich archaisch geht es zu auf der Alten Burg Penzlin vor den Toren Neubrandenburgs, wo unterirdische Hexenverliese, eine mittelalterliche Schwarzküche und ein historischer Rittersaal von dunklen Abschnitten Mecklenburgischer Geschichte plaudern. Über einen Besuch freuen sich auch mehrere brünette Gesellen in bester Bärenlaune. Im Bad Stuerer Bä-renwald sind diese faszinierenden Tiere in freier Wildbahn zu erleben. Ob nun Teerofen, Hexenkessel und Braunbär oder vielleicht doch lieber Luftfahrtge-schichte, Schmetterlinge und Müritz-Sail – alles, was es zwischen den 1000 Seen zu sehen und zu erleben gibt, sieht man tagesaktuell im »Schaufenster der Region«.

Für Schulklassen aller Altersstufen bietet das Müritzeum im Rahmen der Um-weltbildung Themen zu unterschiedlichen Ausstellungsbereichen an. Das Ange-bot der Umweltbildung steht unter dem Motto „Durch die Lüfte, Wälder und Seen“. Als Kennenlern-Angebot empfiehlt sich eine Einführung mit anschließen-der Müritzeums-Rallye. Darüber hinaus hält das Müritzeum viele weitere Angebo-te für Kinder und Jugendliche bereit, zum Beispiel Aktionstage, Spezialführungen oder konkrete Projekte.

So kommen Sie hin

Wir haben in unserer Reiseauskunft den Bahnhof Waren (Müritz) und die Fahrt mit Nahverkehrszügen bereits voreingestellt. So erhalten Sie gleich alle Verbindungen, mit denen Sie das Brandenburg-Berlin-Ticket nutzen können. Über die Funktion "Erweiterte Suche" in der Reiseauskunft können Sie bei Bedarf die postalische Adresse als Ziel eingeben, um sich auch den Reiseabschnitt vom Bahnhof zum Ausflugsziel darstellen zu lassen.

Müritzeum
Zur Steinmole 1
17192 Waren (Müritz)
Telefon: 03991/63368-21
E-Mail: umweltbildung@mueritzeum.de
Kategorie: Natur + Umwelt
Ansprechpartner: Frau Fabian, Herr Weiß

Erwachsene 7,50 Euro
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 16 Jahre 3,- Euro
Gruppen ab 15 Personen: 5,- Euro p. P.
Preise für Führungen, Projekttage richten sich nach dem Umfang der Veranstaltung


Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich 10 – 19 Uhr
November bis März: täglich 10 – 18 Uhr
Einlass bis 60 Min. vor Schließung

Müritzeum
Zur Steinmole 1
17192 Waren (Müritz)
Telefon: 03991/633680
Fax: 03991/6336810