Straße der Romanik - Entdeckungsreise in das deutsche Mittelalter

Gut möglich, dass man die Zeit vergisst, wenn man auf der "Straße der Romanik" durch Sachsen-Anhalt reist. Immer wieder trifft man in den 80 romanischen Kirchen, Domen, Klöstern, Burgen und Pfalzen auf Originalzeugnisse aus der Zeit der ersten Jahrtausendwende.

Havelberg, Dom

Unter dem Motto "Faszination Romanik in Sachsen-Anhalt" bietet die Straße der Romanik das ganze Jahr über von Ritterfesten auf mehr als eintausend Jahre alten Burgen bis zu Klassik-Konzerten in romanischen Kirchen und Domen jede Menge Abwechslung. Das Tourenprogramm kann man sich ganz nach persönlichem Interesse individuell zusammenstellen und dabei aus den vier Angebotssegmenten Romanik-AnsichtsSachen, Romanik-ErlebnisWelten, Romanik-KostProben und Romanik-PfadFinder wählen.

"Romanik-AnsichtsSachen" bietet Sehenswertes - zum Beispiel auf den Spuren Ottos des Großen - und Einblicke in die Anfänge deutscher Geschichte sowie in die romanische Kunst und Architektur.

Wer den köstlichen Saale-Unstrut-Wein zu regionaltypischen Gerichten probieren oder bei einem zünftigen Rittermenü auch kulinarisch in die Zeit der Romanik eintauchen möchte, findet bei den "Romanik-KostProben" das passende Angebot. Und Freunde des Aktiv-Urlaubs können die Straße der Romanik als "Romanik-PfadFinder" bei Wandertouren zu Fuß, auf dem Pferderücken, auf dem Wasser, mit der Bahn oder mit dem Fahrrad erkunden.

Noch heute lassen sich an der rund eintausend Kilometer langen Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt originale Zeugnisse der Geschichte und der Kunst des Mittelalters bestaunen. Die Straße der Romanik verbindet zwischen Arendsee im Norden und Zeitz im Süden 65 Orte mit 80 romanischen Domen, Kirchen, Burgen und Pfalzen, die von der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung des heutigen Sachsen-Anhalt im Mittelalter künden.

Die Nordroute führt von Magdeburg aus durch die Altmark bis ganz in den Norden Sachsen-Anhalts. In Magdeburg steht neben dem berühmten Dom mit der Grablege Ottos des Großen das Kloster Unser Lieben Frauen auf dem Besichtigungsprogramm. Die Klosteranlage in Magdeburg gehört zu den eindrucksvollsten romanischen Bauwerken Deutschlands und wird heute als Kunstmuseum und Konzerthalle genutzt. In der Altmark trifft man immer wieder auf Backsteinkirchen. Am Ende der Nordroute sollte man die Dorfkirche St. Thomas in Pretzien (12. Jahrhundert) besuchen. Hier kann man spätromanische Wandmalereien entdecken, die als die wertvollsten Zeugnisse mittelalterlicher Wandmalerei in Mitteldeutschland gelten.

Auf der Südroute der Straße der Romanik reist man im Harz auf den Spuren der Ottonen und sollte dabei in Halberstadt, Quedlinburg und Gernrode Station machen. Auch in Querfurt, Memleben, Merseburg und Tilleda sind Zeugnisse ottonischer Herrschaft erhalten geblieben. Mächtige Burganlagen wie die Neuenburg in Freyburg/Unstrut und die Rudelsburg in Bad Kösen hoch über der Saale prägen die Landschaft der Saale-Unstrut-Region im Süden Sachsen-Anhalts.

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