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Lustschloss des Kurfürsten und Einsteins Sommeridyll

Mit der Fähre geht es ins künstlerisch-kulturelle Caputh

TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann ©
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Inmitten einer sattgrünen Landschaft gelegen und reich an künstlerisch-kulturellen Sehenswürdigkeiten erfreut sich Caputh seit über 100 Jahren großer Beliebtheit. Der Bahnhof Caputh-Geltow liegt auf der Wentdorfinsel. Der Besucher überquert mit der Fähre die engste Stelle der Havel, das Caputher Gemünde. Der Ort liegt zwischen Templiner See und Schwielowsee. Die Tour vom Bahnhof Caputh-Geltow bis zum Einsteinhaus beträgt etwa dreieinhalb Kilometer inklusive Spaziergang durch den Schlosspark.
Das Bahnhofsgebäude wurde 1809 im neo-gothischen Stil errichtet und steht unter Denkmalschutz. Von hier führt der Weg zum Fähranleger. Während der kurzen Wartezeit kann man ein Stück Technikgeschichte besichtigen. Die später auf Seilführung umgerüstete, hölzerne Wagenfähre "Tussy I" stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde anfangs mit Rudern und Stakstangen gesteuert. Inzwischen steht sie unter Denkmalschutz. Heutzutage überquert man mit der modernen Seilfähre "Tussy II" die Wasserschneise zwischen Insel und Festland.
Angekommen am Caputher Ufer, lässt das luftig-lichte Ambiente des traditionsreichen Restaurants "Fährhaus" bereits ahnen, warum es sich seit über 100 Jahren die Städter hier gut gehen lassen.

terra press Berlin ©
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Vom Fähranleger aus geht man nach einer Stärkung weiter nach Südosten Richtung Uferpromenade. Gegenüber der Albert-Einstein-Grundschule geht es linker Hand in die Ziegelstraße, die nach 250 Metern auf die Weberstraße trifft. Rechter Hand führt der Weg knapp 50 Meter weit bis zur Havelstraße. Nach nur weiteren 100 Metern steht man im Krughof vor der Hausnummer 28, dem Heimathaus Caputh.
Eine kleine Brücke führt von dort über den Wasserlauf, der den Caputher See mit der Havel verbindet, direkt in die nach Zeichnungen von Lenné gestaltete Parkanlage am Ufer des Templiner Sees. In den Park integriert ist das Kavalierhaus. Alle Parkwege führen schließlich zum Schloss Caputh, dem ältesten Barockschloss des Landes Brandenburg.
Bereits auf dem Weg aus dem Schlosspark zeigt sie sich die an italienische Baukunst erinnernde und mit ihrem Backsteingemäuer zugleich ganz brandenburgisch anmutende Evangelische Kirche Caputh. Sie bildet den sichtbaren Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde und ist trotz schwerer Bauschäden immer wieder liebevoll instand gesetzt worden.
Das letzte Ziel der Tour ist das Sommerhaus Albert Einsteins. Er bewohnte es in den Jahren 1929-1932 mit seiner Familie. Hier konnte er konzentriert arbeiten und sich beim Wandern und Segeln erholen.
Etwa 600 Meter entfernt, in der Schumannstraße, befindet sich eine Haltestelle der Buslinie 607, die stündlich direkt zum Hauptbahnhof Potsdam fährt.

Fährzeiten

Die Fährzeiten sind von April bis November jeweils Montag bis Sonntag von 6 bis 22 Uhr. Sonnabend bis Sonntag von 7 bis 20 Uhr. Pro Person kostet eine Fahrt 50 Cent, bei Fahrradmitnahme 1 Euro.

Anreise

Hinfahrt mit der RB21, zum Beispiel um 9.17 Uhr ab Potsdam Hauptbahnhof bis Potsdam Charlottenhof. Von dort weiter mit dem Bus der Linie 580 bis Caputh-Geltow. Fahrzeit: 46 Minuten.

Reiseauskunft

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